Traditionelle Chinesische Medizin


Yin und Yang

Eine Grundlage der TCM ist das Konzept von Yin und Yang, wohl das bekannteste und unverwechselbarste der chinesischen Philosophie.

Yang entspricht den Qualitäten der Aktivität, des Tages, der Sonne, der Bewegung, der Hitze, des Männlichen.

Yin beinhaltet die Ruhe, die Passivität, die Nacht, den Mond, die Kälte, die Weiblichkeit.

Yin und Yang stellen die zwei Polaritäten dar, die sich jedoch gegenseitig nicht ausschließen. Ganz im Gegenteil bedingen sich Yin und Yang gegenseitig, ja gehen sogar aus einander hervor. Im chinesischen Denken stehen nicht die festen Strukturen im Vordergrund, sondern die dynamischen Bewegungen, das dynamische Wechselspiel von Yin und Yang. So geht der Tag aus der Nacht hervor und umgekehrt, das Licht bringt den Schatten hervor etc. Das eine kann ohne das andere nicht auskommen.

 

Qi

Das dynamische Wechselspiel von Yin und Yang bringt die Lebensenergie, die Lebenskraft der Natur, das Qi hervor. Das Qi ist ein, wenn nicht der zentrale Begriff des chinesischen Denkens.

Qi ist wie ein Strom, ein Fluss von Kraft, der in allen menschlichen Aktionen sichtbar wird. Es ist eine unsichtbare Kraft, aber es initiiert alle körperlichen und geistigen Prozesse.

Normalerweise spüren wir das Fließen des Qi nicht, weil es einfach ein Teil von uns ist. Es ist das, was uns lebendig sein lässt. Was wir hingegen deutlich spüren sind Blockaden des Qi wenn wir krank sind. Im menschlichen Körper fließt das Qi in den Meridianen.

 

Die fünf Elemente (Wandlungsphasen):

 

Ein ebenso zentrales Thema wie Yin und Yang sind die Fünf Wandlungsphasen:

  • Holz
  • Feuer
  • Erde
  • Metall und
  • Wasser

Den fünf Wandlungsphasen ist jeweils eine Jahreszeit zu geordnet. Darüber hinaus gibt es Entsprechungen in der Nahrung, den Organen, Geschmäckern etc.

Die einzelnen Elemente stehen in einer bestimmten Beziehung zueinander, einer Eltern-Kind-Beziehung, d.h. ein Element bringt ein anderes hervor. Außerdem gibt es Kontrollbeziehungen zwischen den Elementen. Störungen in diesem Gleichgewicht können zu Krankheiten führen.

 

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